Anders Behring Breivik

Einsamer Mann nicht aus Transexuelle

Liebe Margot, aus Höflichkeit würde ich Sie bei einem Treffen natürlich nicht gleich mit dem Vornamen ansprechen. Bei Horst oder Wolfgang denkt man schon eher an den Nachbarn als an einen emeritierten Bischof. Danke, dass Sie mir in den letzten 20 Jahren ein Vorbild gewesen sind. Dank Ihnen durfte ich mit der Gewissheit aufwachsen, dass in meiner Kirche Frauen nicht nur den Kindergottesdienst gestalten, sondern auch Bischöfin werden können. Zu einer Zeit, als Kindergärten meist nur vormittags geöffnet hatten, haben Sie dreimal so viele Kinder bekommen wie der damalige Bundesdurchschnitt und gleichzeitig meine Kirche geprägt. Sie waren Frau und Führungskraft. Ihre bisherige Laufbahn vereint vieles, was vorher als Widerspruch galt — vor allem in einer Institution wie der lutherischen Kirche, die auf Wandel in der Regel eher vorsichtig reagiert und noch nie dafür bekannt war, zur feministischen Avantgarde zu gehören. Dabei prägten Frauen vielerorts das Gemeindeleben durch Mitarbeit, Engagement und Gottesdienstbesuch. Mit Ihnen wurden diese Frauen stellvertretend sichtbar.

Die Macht des Status

Leider ist meine Generation so dumm, dass sie die Liebe nicht verdient. Ein Bekannter von mir hat die Dating-App Tinder durchgespielt. Eines Morgens blieb Allgemeinheit Anzeige leer. Keine neuen Leute all the rage seiner Umgebung. Frauen in freier Wildbahn ansprechen?

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Direkt zur Navigation. Protestantismus ist Vielfalt, das ist seine Stärke. Jedoch nicht, wenn es um die Aufklärung von Fällen sexualisierter Gewalt geht. Der Mann hält lächelnd ein Buch in die Kamera. Ein Herz ist darauf zu sehen, das für die Liebe Gottes stehen soll. Anhand des Herzens erzählt der Mann die Schöpfungsgeschichte für Kinder - 16 Jahre nachdem ein Gericht ihn für die sexuellen Übergriffe auf Heidi Schmideders Tochter verurteilt hat.

Der unprofessionelle Reflex

Doch das darf eine präzise Analyse non ersetzen. Und die stellt Fragen angeschaltet die Ausbildung und die Professionalität der kirchlichen Arbeit. Natürlich kenne ich seit langem den Ausdruck in seiner Anwendung auf Individuen. Die einen auch unter den Lehrenden fanden das notwendig, ein Durchgangsstadium zu einem gereiften, erwachsen gewordenen Glauben, die anderen beklagten solche Glaubenskrisen und misstrauten dem gesamten Studium oder jedenfalls der dort gelehrten Methode der Textauslegung.

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