Die Konstitutionstypologie von Ernst Kretschmer

Dating in Psychologie ernst Beziehungsprobleme

Metrics details Summary Wilhelm Wundt founded his own journal, Philosophische Studien, only two years after the establishment of his famous Institute for Experimental Psychology at Leipzig University in During the following two decades the journal played a significant role in the development of experimental psychology as an autonomous science. The Archiv für die gesamte Psychologie, which was founded in by a group of Wundt's former students under the leadership of Ernst Meumann, was to serve a similar function in the institutionalization of educational psychology in Germany. The present study makes extensive use of previously unpublished letters, which Wundt wrote to Meumann between andin the description and analysis of the origin, objectives, and editorial practices of the Archive. Wundt's eventual dissociation from this journal and the foundation of the rival Psychologische Studien in will be discussed. Finally, theoretical disagreements between Wundt and Meumann about the nature and importance of educational and other fields of applied psychology will be presented.

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Wilhelm Janke, Würzburg Dr. Uwe Peter Kanning, Münster Dr. Jürgen Kaschube, München Prof. Heiner Keupp, München Prof. Thomas Kieselbach, Hannover Prof. Erich Kirchler, Wien Dr.

Fachgebiete

Vorliegende Dissertation soll den jahrzehntelangen hohen Rang dieser Lehre verstehbar machen; dabei geht es sowohl um ihre damalige wissenschaftliche Plausibilität im engeren Sinne, als außerdem um die damit verbundenen pragmatischen Zwecke und weltanschaulichen Tendenzen. Kretschmers Typologie wird zuvorderst als fachspezifischer Beitrag betrachtet: als charakterologische Neufundierung der umstrittenen psychiatrischen Nosologie durch die Annahme der Kontinuität von prämorbider Persönlichkeit und Psychose. Diese Annahme hat sowohl eine erbbiologische als außerdem eine genuin psychologische, verstehende Seite; dem entspricht in pragmatischer Hinsicht ein Interesse sowohl an Erbprophylaxe als auch angeschaltet Psychotherapie bis hin zur Psychoanalyse, der Kretschmer mit einer in der damaligen Psychiatrie seltenen Offenheit begegnete. Ein weiteres durchgängiges Thema ist gegeben mit der Ausweitung der Typologie auf die normale Persönlichkeit. Kretschmers Lehre wird bezogen auf die vor allem in Deutschland geführte Charakterdebatte im Spannungsfeld des naturalistischen und des ethischen Charakterbegriffs. Besonders berücksichtigt werden hier die Typologien weiterer Autoren wenn die explizit antitypologischen Ansätze vorwiegend anglo-amerikanischer Provenienz. Der fachwissenschaftliche Kontext ist all the rage erster Linie mit der noch jungen Psychologie gegeben. Über alle fachspezifischen Begrenzungen hinaus erhebt Kretschmer mit der Typologie den Anspruch auf Welterklärung, vermittelt mit die typologische Analyse der Genialen und ihrer kulturellen und politischen Leistungen.

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